Interventionsspirale

Was macht der Staat, wenn er mal wieder versagt? Mehr vom selben:

Wie die Rassismuskommission am Dienstag in einem Communiqué schreibt, ist der Schutz gegen Rassismus in der Schweiz trotz Rassismusverbot im Strafrecht ungenügend. Insbesondere im Privat- und im Verwaltungsrecht fehle es an ausdrücklichen Verboten für rassistische Diskriminierungen.

Nachdem Herr Kreis von der Rassismuskommission sich selbst immer wieder als “Liberalen” bezeichnet, sei ihm nochmals diese Erkenntnis zum Unsinn von Diskriminierungsverboten ins Stammbuch geschrieben:

Liberale sind dagegen in der Lage, die Diskriminierung gesellschaftlicher Minderheiten zu erkennen und problematisieren. Sie wissen jedoch auch, dass nur der konsequente Respekt vor den gleichen Rechten aller Individuen in der Lage ist, Abhilfe zu schaffen. Antidiskriminierungsgesetze stellen eine Art Brecheisen dar - sie verletzen die Rechte mancher Individuen, um damit eine vermeintliche Verbesserung zu erzwingen, und schaffen so doch nur neue Probleme.

8 Kommentare:

  1. Urs Bleyli, 25. Februar 2010, 12:26

    Herr Kreis ist eine Schande für den Freisinn!

     
  2. Markus, 25. Februar 2010, 22:34

    Was macht der Markt, wenn er mal wieder versagt? Mehr vom selben!

     
  3. freiheitistunteilbar, 26. Februar 2010, 20:16

    @Markus

    Muhaha, der war wirklich gut. :-D

    Der Markt ist eine spontane Ordnung, im Gegensatz zu Systemen hat sie niemand ersonnen. Eine Ordnung kann kein Ziel haben, das können nur Menschen, somit ist ein Versagen des Marktes unmöglich.

     
  4. Warmduscher, 26. Februar 2010, 22:59

    sie verletzen die Rechte mancher Individuen, um damit eine vermeintliche Verbesserung zu erzwingen

    Soso, und welche Rechte wären das in diesem Fall?

    Die Rede von der “spontanen Ordnung” verschleiert die Tatsache, dass hinter einem Optimierungsprozess immer noch menschliche Subjekte mit ihren Vorstellungen und Weltbildern stehen. Selbst wenn das Endergebnis der spontanen Ordnung aufgrund chaotischer Prozesse nicht voraussehbar ist, bleibt die Frage nach der sozialen Verantwortung, denn die Tyrannei der Mehrheit kann bewirken, dass eine gewisse Sorte von Menschen als geeignet für Sklaverei angesehen wird. Man muss es den Leuten mittels Propaganda nur lange genug einreden. Die Geschichte ist voll von solchen Beispielen: Serben vs. Albaner, Hutu vs. Tutsi, Sunniten vs. Schiiten etc.

     
  5. Christian Hoffmann, 26. Februar 2010, 23:37

    @Warmduscher: Der Einwand macht ja nun gar keinen Sinn. Die Tyrannei der Mehrheit gilt doch im Staat, nicht auf dem Markt. Der Markt kann keine Gruppe versklaven, dafür braucht es schon den Gewaltmonopolisten - wie deine Beispiele zeigen.

     
  6. nana, 27. Februar 2010, 12:10

    Die Rede von der “spontanen Ordnung” verschleiert die Tatsache, dass hinter einem Optimierungsprozess immer noch menschliche Subjekte mit ihren Vorstellungen und Weltbildern stehen.

    Nein. Gerade Konzepte wie “Spontane Ordnung”, “Unsichtbare Hand”, “Markt” sind Ausdruck für die Einsicht, dass wenn Menschen individuelle Pläne verfolgen, dann durch dieses Tun unabsichtlich, unintendiert durchaus sinnvolle, übergeordnete Strukturen entstehen können (der Klassiker dazu: “The Fable of the Bees: Or Private Vices, Publick Benefits”). Also das Gegenteil ist der Fall. Es wird geradzu auf die Subjektivität im Handeln hingewiesen.

     
  7. Markus, 27. Februar 2010, 12:54

    @ freiheitistunteilbar

    “Der Markt ist eine spontane Ordnung, im Gegensatz zu Systemen hat sie niemand ersonnen. Eine Ordnung kann kein Ziel haben, das können nur Menschen, somit ist ein Versagen des Marktes unmöglich.”

    Du glaubst wohl noch an den Weihnachtsmann ;-)

    Die angebliche spontane Ordnung des Marktes wird selbstverständlich von Menschenhand gemacht und hat sehr wohl ein Ziel:

    “Profit over People” (Noam Chomsky)

     
  8. Ben Palmer, 27. Februar 2010, 13:45

    Die spontane Ordnung ergibt sich aus unzähligen, individuellen Einzelentscheidungen, die je nach Erfolg oder Misserfolg, je nach gerade herrschenden Umgebungsbedingungen fortlaufend bewertet und angepast werden. Die Ziele sind individualistisch, nicht kollektiv.

     

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