Ein Deutscher sagt leise Adieu
Immer wieder liest man von der deutschen Einwanderungswelle in die Schweiz. Kein Wunder bei den deutschen Verhältnissen. Doch auch das Leben in der Schweiz ist nicht ohne Herausforderungen - kulturell wird in erster Linie gefremdelt. Einen Deutschen jedenfalls veranlasste dies dazu, die Schweiz wieder zu verlassen:
Ich könnte Jodeln, Jassen und sogar Schwingen lernen; doch solange viele Schweizer glauben, sie müssten sich durch Abgrenzung von den Deutschen definieren, wird mir das nicht helfen. Nirgends in Europa bin ich so sehr Ausländer wie hier, 35 Kilometer hinter der Grenze.
Schuld daran hat jedoch in diesem Fall nicht Peer Steinbrück, im Gegenteil:
Gut, gibt es Peer Steinbrück. Er hat sich mit seinen Provokationen heldenhaft in die Bresche geworfen und alle germanophoben Tiraden auf sich gezogen. Noch nie haben mich so viele Schweizer angesprochen wie in der Woche nach Steinbrücks Kavallerie-Vergleich. Das Undenkbare passiert: Am Kiosk, an der Tramhaltestelle fragen wildfremde Leute nach meiner Meinung.
Witzige Lektüre, und vor allem all jenen Deutschen empfohlen, die glauben die Schweiz sei eine Art kleines Deutschland mit nem komischen Akzent
Lesenswert hierzu übrigens auch die Ausgabe 963 der Schweizer Monatshefte.

Vor allem sollte man all die arroganten HSG-Professoren ausschaffen, die auf Kosten des Schweizer Steuerzahlers in einem Ausmass von Luxus leben, den sie sich in Deutschland nie leisten könnten und trotzdem den Nerv haben, die Schweiz öffentlich lächerlich zu machen. Wenn ein Schweizer sich in Deutschland so grosskotzig benehmen würde, wie all die deutschen Uni-Professoren hierzulande, hätte man den schon lange gesellschaftlich kaltgestellt. Dass man den Deutschen ehrfurchtsvoll jede Unverschämtheit durchgehen lässt, gibt es nämlich auch nur in der Schweiz. In jedem anderen Land würde man dumpf prohlende Grossmäuler - wie das die Mitglieder der hiesigen deutsche Elite (ich denke dann an deutsche Uni-Professoren) mehrheitlich sind - mit Schimpf und Schande aus dem Land jagen. Nur in der Schweiz haben wir diesen unsäglichen Minderwertigkeitskomplex, dass wir uns von unserem nationalistischen und sozialistischen Nachbarland immer wieder über den Tisch ziehen lassen. Anderswo vergibt man die besten Jobs auch in erster Linie an Einheimische: nur in der Schweiz vergibt man die besten Jobs an irgendwelche “Schwaben”, bloss weil die eine grosse Klappe haben. Wir leben in einem freien Land: wenn es den Deutschen nicht genügt, dass sie hierzulande Steuern sparen und den Schweizern die besten Jobs wegnehmen, dann sollen sie doch zurück in ihr geliebtes Deutschland und dort Hartz-IV beziehen. Immerhin machen sie dann Platz für Deutsche mit einer authentisch-liberalen Gesinnung, und die haben wir ohnehin lieber als dieses grossmäulige Bolschewiken-Pack.
Es gibt Deutsche, die gerne in der Schweiz leben und es gibt Schweizer, die gerne in Deutschland leben. Das Thema ist nicht weiter der Rede wert, es wird von Medienschaffenden künstlich aufgebauscht.
Denken wir doch einfach mal daran, dass Allemannen auch Germanen sind, halt einfach solche mit einem etwas komischen und lustigen Akzent. Die Bajuwaren und Sachsen (Moschendrohtzaoun) sind jedoch nicht minder lustig.
Dennoch ist es auch ein Kampf der Ideologien:
freie Marktwirtschaft, niedrige Steuern und Liberalismus
vs.
Sozialismus, Verstaatlichung und EU-Bürokratie.
Die deutsche Politik steht nunmal mehrheitlich für letzteres: Sozialismus statt Freiheit, hohe Steuern statt freie Marktwirtschaft, EU-Bürokratie statt Nationalstaat. Dieses deutsche Gedankengut - verkörpert durch die zahllosen Linksparteien und -Politiker in Deutschland - muss von der Schweiz ferngehalten werden. Bislang war die Koexistenz zweier unterschiedlicher Rechtssysteme nie ein Problem: doch dank Steinbrück, Steinmeier & Co. ist der gegenseitige Respekt in Frage gestellt worden. Das ist das unerhörte an dieser Hasspolitik des deutschen Staates der gegen die Eidgenossenschaft.