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freilich.ch » Der durschnittsdeutsche Arbeitnehmer

Der durschnittsdeutsche Arbeitnehmer

…kostet seinen Arbeitgeber etwa 54.000 EUR im Jahr, davon erhält der Arbeitnehmer brutto 41.500 EUR, nach Steuern und Abgaben netto ca. 23.500 EUR oder 1.950 EUR im Monat. Auf alles was der Arbeitnehmer davon kauft, entfallen dann natürlich nochmal 19% Mehrwertsteuer. Angenommen, er würde also sein gesamtes Gehalt verkonsumieren, blieben ihm faktisch nurmehr 1.580 EUR/Monat oder 19.000 EUR/Jahr für Waren und Dienstleistungen übrig. Letztlich lässt Vater Staat dem Durschnittsdeutschen damit 35% dessen, was er erarbeitet hat. Oder anders: Der Durchschnittsdeutsche arbeitet etwa 8 Monate im Jahr nur für Vater Staat.

Man muss nicht Robert Nozick heissen, um darin eine moderne Form der Sklaverei zu erkennen. Natürlich ist dabei Sozialdemokraten insofern rechtzugeben, als dass es sich um eine selbstverschuldete Form der Sklaverei handelt. Denn wie reagieren etwa die deutschen Gewerkschaften auf die heute bekanntgegebenen Zahlen? Sie fordern Steuererhöhungen!

Nur am Rande: Deutschlands Staatsverschuldung beläuft sich auf 1′600 Milliarden EUR oder etwa 20.000 EUR pro Kopf - mehr als Vater Staat dem Durschnittsdeutschen von seinen Einkünften übrig lässt. Wie war das nochmal mit der “Nachhaltigkeit”?

11 Kommentare:

  1. Konstantin, 13. Mai 2009, 21:01

    *lol
    Man müsste eine Steuer erfinden, die nur der Schuldtilgung dient, dann würde die gewerkschaftliche Forderung aufgehen. Ich denke aber nicht, dass so etwas politisch durchsetzbar wäre, da ja dieselben Gewerkschafter vom Staat im gleichen Mass neue Dienstleistungen (Kinderkrippen, Sozialstaat) verlangen, wie sie Steuererhöhungen fordern. Anstatt ein paar Jahre die Steuern zu erhöhen und staatliche Ausgaben zu senken, um so die Schulden zu tilgen, bauen Gewerkschaften den Sozialstaat immer weiter aus. Und schaffen das, was keiner gewollt hat: der Schuldenberg wächst trotz (oder gerade wegen!) der Steuererhöhung.

     
  2. Markus, 13. Mai 2009, 23:15

    Wenn man doch nur bei den “richtigen Leuten” abschöpfen wollte, wäre die Welt ja (fast) in Ordnung.

    Außerdem sollte erwähnt werden, daß der Sozialstaat - wohl auch wegen der Gewerkschaften - in Deutschland vergleichsweise besser ausgebaut ist als anderswo. Und wenn nun Alleinstehende stärker belastet werden als Familien mit Kindern ist das doch völlig okay. Was die reine Steuerbelastung ohne Sozialabgaben betrifft, liegt Deutschland keineswegs in der Spitzengruppe.

     
  3. Konstantin, 14. Mai 2009, 18:37

    Ich fürchte nur, dass die Steuererhöhung wieder dazu verleitet, die “Mehreinnahmen” sofort wieder auszugeben, sei es durch Subventionen, Sozialstaatsausbau oder ähnliches. Am Ende zahlt der Bürger mehr, ohne dass die Schulden getilgt werden. Das ist es, was dem deutschen Sozialstaat langfristig das Genick brechen wird.
    Die Staatsverschuldung beträgt in Deutschland 63,1 Prozent des nominalen BIP von 2008. Das ist eine fast doppelt so hohe Quote wie in Schweden mit 35, 5 Prozent. Deutschland kommt langsam immer mehr in eine Schuldenspirale, die das Land unaufhaltsam nach unten zieht.
    Entweder spart der Staat jetzt massiv in den Ausgaben oder er nimmt mehr Steuern ein, welche aber ausschliesslich zur Schuldtilgung und nicht zum Ausbau der staatlichen Tätigkeiten verwendet werden dürfen. Beides sind Programme, die weder die Regierung noch irgendeine andere bedeutende politische Partei in Deutschland vertritt.
    Schuldtilgung ist ein politisches Programm, das sich nun einmal nicht besonders sexy anhört: es springt keine unmittelbare “Belohnung” raus, wie bei einem kurzfristigen Wahlversprechen. Die Masse applaudiert nur dann, wenn ein Politiker “mehr Kindergeld” oder “bessere Schulen” fordert. Der Applaus würde verstummen, wenn der Politiker auch noch verraten würde, wie viel seine Selbstverwirklichungspläne den Steuerzahler kosten.
    Schuldtilgung kennt keine kurzfristige Belohnung. Die Belohnung betrifft erst kommende Generationen, welche ein Anrecht auf eine schuldenfreie Zukunft haben. Doch dies bedingt, dass die heutigen Generationen ihre Ansprüche drosseln müssen.
    Beim Egoismus der heute vorherrschenden Generation (die über-50-Jährigen) ist Schuldtilgung nun einmal schwierig durchsetzbar und die heute 20-jährigen sind häufig zu kurzsichtig, den Zusammenhang zwischen der steigenden Staatsverschuldung und dem bevorstehenden Kollaps des Wohlfahrtsstaats zu erkennen. Durch die Massenmedien, welche das Problem immer wieder schönreden, werden junge Menschen zusätzlich fehlgerichtet.
    Dabei sehen wir bereits heute in einigen Drittweltländern, was passiert, wenn der Staatsbankrott eintritt: Banken zahlen kein Geld mehr aus, die Polizei streikt, Strassenbahnen fahren nicht mehr. Kurz: es kommt zu einem einzigen Chaos. Wenn Deutschland (und einige andere europäische Länder) so weitermacht wie bisher, dann kommt es über kurz oder lang zu einer Katastrophe.

     
  4. Markus, 14. Mai 2009, 20:41

    Der Schuldenstnd der öffentlichen Haushalte in Deutschland ist im internationalen Vergleich nicht übermäßig hoch. Das soll nun nicht bedeuten, daß man dieses Problem kleinreden sollte, gerade im Angesicht der globalen Wirtschaftskrise.

    Aber Schweden ist ein gutes Beispiel dafür, daß ein gut ausgebauter Wohlfahrtsstaat nicht ins Schuldenchaos führen muß, wenn denn die Politik insgesamt anders “tickt”:

    http://www.jjahnke.net/europatest.html
    Informationsportal Globalisierung - Standort Deutschland - Neoliberalismus - Europatest, Joachim Jahnke

     
  5. Olivia, 15. Mai 2009, 7:43

    Also wenn ich mir die Zahlen so durchlese, welche Christian da schreibt … 8 Monate ein hartes Stück!

    Ich war gestern an einem Elternabend bei einem Institut für Kinder- und Jugendliche, die normalerweise bei Lese-, Schreib- und Rechenschwäche mehr als von der „Sonderschule“ nichts zu hören bekommen. Sie werden ja teils dorthin abgeschoben, weil sie ja in der normalen Schule nicht mitarbeiten können.

    Nun, dieses Institut befasst sich mit derlei Kindern und Jugendlichen und holt sie quasi von der Strasse ab, wenn man das nun so ausdrücken möchte. Es gibt ihnen eine sinnvolle Beschäftigung und stimmt es auf ihr Niveau ab.

    …also trägt es praktisch dazu bei, dass nicht noch mehr Kinder- und Jugendliche auf der Strasse nichts nützig landen…

    Und nun kommt der Clue!

    Man möge meinen, dass Österreich so ein Sozialstaat ist und Menschen mit Behinderungen hilft (muss ja nicht gleich auch körperlich sein…). Doch was ich dort an diesem Abend gehört habe, da rennen die Organisatoren gegen sozialstaatliche und gesetzliche Wände. Anstatt, dass der Staat Dich unterstützt, dass Du praktisch daran arbeitest die Leute von der Strasse zu holen, erschweren die Dir Deine Arbeit.
    Das finde ich katastrophal.
    Die geben für alle möglichen anderen Dinger Geld aus…und diskutieren sich dumm und dämlich, aber dort wo es sozial-gesellschaftlich wirklich gebraucht wird … das kommt nicht einmal annähernd zur Ansprache.
    Ja, im Zusammenhang mit Wahlen wird’s dann fürs gute Marketing genützt.

    Dass, sämtliche Staats-Administrationen überdurchschnittlich aufgebläht und mehr als das sind, beweisen dann solche Fälle wieder enorm. Ich denke wir sind uns einig, dass hier gewaltige Reformen gemacht gehören!

    Wir hier in Wien haben jetzt Arbeiterkammer-Wahlen. Und normalerweise bin ich absolut dafür, dass jeder Bürger bzw. Beitragszahler auch wählen gehen sollte. Aber in diesem Fall, habe ich nicht einmal irgendeine Ahnung was und ob die auch überhaupt etwas tun. Und so war ich heil froh, als ich gestern von der Arbeiterkammer mal ganz viele Demonstranten gesehen habe … zwar war dadurch der Weg zu meiner Wohnung versperrt, doch gefreut habe ich mich total, dass da endlich auch mal was passiert.

     
  6. Olivia, 15. Mai 2009, 7:59

    @ Konstantin

    Das hätten wir ja schon beinahe erlebt, diesen Kollaps, den Du da beschreibst. Ich denke, dass das durch die Einlagensicherung krzfg gedeckt wurde.

    Ja, Reformen während dringlichst erforderlich, allerdings passt das momentan gar nicht in die Agenda. Ich denke, dazu herrscht zu viel Lobby-Arbeit, als das die Leute sich mal wirklich hinsetzen und Akta um Akta zu studieren.
    Und es herrscht oft eine Fehleinschätzung der Realität! Ein Politiker philosophiert, debattiert und rennt von einem Termin zum nächsten… hat der dann noch eine Ahnung wie es sich für einen Jugendlichen anfühlt, wenn der jetzt keinen Job bekommt?
    …oder hat der eine Ahnung wie es ist mit wenig Geld auszukommen?

    praktisches Bspl. gestern im Institut.
    Man kann doch tatsächlich sich für das Kind ein amtliches Zeugnis ausstellen können, dass der Mensch nun geschützt ist … im Sinne von Kündigungsschutz etc.
    Der Staat meint den Leuten damit etwas Gutes zu tun, in Wahrheit sagt er dem Arbeitgeber damit “Du darfst diesen Menschen nie wieder kündigen, auch wenn er Mist baut”.
    Na welcher privater aus der Wirtschaft tut sich das an?

    Solches, bedenkt der Staat nicht … aber auf dem Papier kommt das halt irre gut, wenn man vorweisen kann “ja, wir schützen unsere Behinderten auf dem Arbeitsmarkt”.
    Ist ja tolles Marketing - steigt jeder darauf ein!

     
  7. Konstantin, 15. Mai 2009, 10:55

    @Olivia:
    Das ist genau das Problem: es geht nur ums Marketing und um Stimmenfang, aber nicht um die Inhalte!

     
  8. Olivia, 15. Mai 2009, 11:37

    ein weiteres Bsp des Realitätsverlustes:

    IWF lag weit daneben was die Finanzkrise betrifft. (orf.at)
    Sie hatte Spekulationen über eine Zahlungsunfähigkeit Österreichs bis zu Pleitegerüchten zur Folge gehabt. Finanzminister Pröll (ÖVP) sprach von einem “menschlichen” Fehler, der aber “nicht akzeptabel” sei. Trotzdem: Für ihn “ist die Sache damit erledigt”.

    Ja, hallo!?
    Spekulationen?!
    Was macht noch mal der Internationale Währungsfonds?

    “menschlicher Fehler” … der aber “nicht akzeptabel sei”.
    Also unter “menschlichen Fehler” verstehe ich ‘ok, passiert, kann man nichts machen’ …
    Aber “menschlichen Fehler” und im gleichen Satz “nicht akzeptabel ist” …geht nicht!

    Weiss der überhaupt von was die quatschen?!

    Also manchmal denke ich, die Herren haben keine Ahnung was ihr Job eigentlich ist! Dass die sich solche Pannen noch leisten… mei liaber.

     
  9. anaximander, 17. Mai 2009, 21:45

    und da gibt es Schweizer, die nach deutschem Vorbild hecheln…

     
  10. Caspar, 14. Juni 2009, 11:07

    Danke für diese Übersicht, doch woher stammen die Zahlen? Aus dem Buch von Robert Nozick? Wenn ja, welche Quellenangaben bietet er? Wenn nein, welche Quellen kann ich nennen, wenn ich diese Zahlen in einer anderen Diskussion verwenden möchte? Evtl. mit Verweis auf diesen Blog?
    Schade, dass eine saubere Refenrenzierung gelieferter Infomationen offenbar auch in der Schweiz als unnötiger Luxus angesehen wird.

     
  11. Christian Hoffmann, 14. Juni 2009, 13:46

    @Caspar: Er klicke auf die im Text enthaltenen Links und siehe da, die Quellen erscheinen wie von Zauberhand.

     

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