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Wettbewerb & Telekommunikation

Angesichts der hierzulande verbreiteten Netzgesellschaftsromantik dürften die jüngsten Erkenntnisse der deutschen Monopolkommission in der Debatte über den Verkauf der Swisscom von einiger Bedeutung sein. Bis vor kurzem entsprach es wettbewerbstheoretischer wie auch -politischer Orthodoxie, dass im Zusammenhang mit Netzwerken notwendig von natürlichen Monopolen und somit Marktversagen auszugehen sei, weshalb massive staatliche Eingriffe bis zum Staatseigentum an der Infrastruktur gerechtfertigt seien.

Nun kommt aber die Monopolkommission in ihrem noch nicht erschienenen Hauptgutachten laut NZZ vom 24.3.06, S. 33 (leider nicht mehr online) zum Schluss, dass seit der Liberalisierung in überraschend hohem Ausmass in autonome Netze investiert worden sei. Beim Fernnetz habe sich seither ein grosser Teil der Konkurrenz von der Telekom emanzipiert. Derartige Entwicklungen seien auch auf tieferen Netzebenen möglich, sofern es alternative Infrastrukturen gebe (z.B. Kabelfernsehen). Auch dort sehe man bemerkenswert hohe Investitionstätigkeit. Allerdings sei in Deutschland das Gewicht ausgebauter Kabel-TV-Netze noch nicht so gross wie in UK oder der Schweiz. Demgegenüber könnten Mobilfunkbetreiber eine disziplinierende Funktion für das Festnetz ausüben, indem sie in bestimmten Heimzellen nahe am Festnetz liegende Tarife anbieten. In einzelnen europäischen Staaten würden bereits 20% der Bevölkerung nurmehr mobil telefonieren. In Deutschland seien dies allerdings erst 5%. Wie sieht das wohl bei uns aus?

Meine Konklusion: Es braucht weder eine staatliche Swisscom noch eine staatliche Netzgesellschaft, da in naher Zukunft mit immer mehr technologischen Alternativen zu rechnen ist, in welche offenbar umgehend investiert wird.

Könnte es sein, dass nach längerer Pause wieder Bewegung in’s Wettbewerbsrecht kommt? Die EU Kommission schlägt in einer neuen Initiative vor, die Anreize für die private Verfolgung von wettbewerbsrechtlich relevantem Verhalten zu erhöhen, indem Schadenersatzansprüche erleichtert werden sollen. Spannend!

3 Kommentare:

  1. Matti Fischer, 27. März 2006, 21:24

    Apropos Privatisierung. Heute war gerade ein interessanter Artikel in der NZZ über die Privatisierung der Stromlieferanten in Schweden.
    Die Industrie verlangt dort wieder eine Verstaatlichung, weil die Preise einfach gestiegen sind, seit der Liberalisierung.

     
  2. Christian Dreyer, 27. März 2006, 22:22

    Ich habe den Artikel auch gesehen, und Deine Zusammenfassung ist so nicht ganz vollständig: Einerseits kommt die Forderung aus extrem energieintensiven Grundstoffbranchen, die aufgrund bisher äusserst tiefer Energiepreise die Energieoptimierung vernachlässigt haben und sich jetzt gegen die neue Kostenwahrheit sträuben. Andererseits wird der Kapazitäts- und somit der Angebotsausbau aus politischen Gründen behindert, was wiederum nichts mit der Eigentümerschaft zu tun hat.

    Schliesslich unterscheidet sich der Strommarkt stark von der Telekommunikation, nicht zuletzt weil alternative Technologien vorhanden sind. Analogieschlüsse sind daher nur mit grösster Vorsicht zu ziehen.

     
  3. Konstantin, 30. März 2006, 11:06

    Mich wundert’s, dass nicht mehr Leute skypen. Vielleicht liegt dass ja daran, dass man dazu einen Computer braucht und sich die Leute eben den guten alten Fernsprechapparat gewohnt sind. Eine sinnvolle Erfindung, die der Swisscom echte Konkurrenz machen würde, wäre das Skype-Phone. Nur sollte man es irgendwie hinbekommen, dass man nur einen Apparat hat, diesen ans direkt ans Modem anschliessen könnte und dann nicht mehr den Computer einschalten müsste.
    Irgendwie müsste so ein Skype-Phone funktionieren wie ein normales Telephon. Das wäre die Lösung, um die Grossen zu schlagen und die letzte Meile zu knacken.

     

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