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freilich.ch » Wirtschaftsethik und FDP

Wirtschaftsethik und FDP

Bin ich froh, dass zu free movement eine Diskussion entstand, obwohl ich den Text so scheisse zusammengefasst hatte. Unpassenderweise muss ich schon wieder etwas zusammenfassen. Die FDP SG föhnt gerade ihre Positionspapiere zum Thema Wirtschaft, leider ist inhaltlich nicht mehr viel zu machen. Ich habe aber die Aufgabe "die Wirtschaftsethik" beizusteuern, zwei bis drei Sätze. Tendentiell wird eine Lobhudelei auf das eigene Klientel inkl. irgendwas mit Verantwortungsübernahme für andere durch den wahren Unternehmer erwartet, aber das möchte ich eigentlich vermeiden. So auch eine Positionierung zur Frage, ob das business of business denn business sei oder nicht. Was bleibt noch? Ich denke an so eine Freiheit geht vor Generalklausel vermischt mit einem blub.

Wirtschaften heisst, frei über das eigene Leben zu entscheiden und mit Ideen, Engagement und Begeisterung die eigenen Träume zu realisieren. Die FDP SG will, dass Menschen einen maximalen Gestaltungsspielraum haben, um Verantwortung, Risiken und Mühen auf sich zu nehmen und so zum Wohlstand aller beizutragen.

Die einzelnen Positionen konkretisieren wir später noch und leiten Forderungen/Massnahmen ab, also darf es ruhig Appellcharackter haben und ein bisschen Wischiwaschi sein. Nur ist das wohl zu wischiwaschi:

Erstens muss man den Konnex Risikoübernahme - Wohlstand aller normalerweise immer erklären, und ist zweitens "Gestaltungsspielraum" viel zu leicht für materielle Chancengleichheitsangebote zu missbrauchen.

Bessere Vorschläge? (Und stimmt die Interpunktion?)

Alternative, kann dann ins Positionspapier KMUs:

Zum Unternehmertum gehört das Glauben an die eigenen Ideen und die eigene Kraft aber auch der Glaube an die Mitmenschen. Innitiative Menschen brauchen möglichst viel Gestaltungsspielraum, um Verantwortung für sich und die Mitwelt übernehmen zu können. Verantwortungsvolles und integres Handeln aus Anstand und Respekt dürfen nicht durch gesetzliche Regulierungen gehemmt oder verunmöglicht werden.

 Das ist schwerer als ich dachte. Ich persönlich halte mich ja verantwortlich für die ganze Welt, aber  ich finde eigentlich nicht, dass das andere auch so sehen müssen, resp. halte ich das wiedermal für eine protestantische Überreaktion von mir.

28 Kommentare:

  1. Esther, 15. März 2006, 19:22

    In dem Fall habe ich in meinem Leben selten etwas anderes gemacht als Wirtschaften :-) .

    Von diesem etwas gar weiten Begriff von Wirtschaften abgesehen, wirst du wohl kaum Leute finden, die dem widersprechen würden. Kritisch wird es erst, wenn Verantwortung, Risiken und Mühen anderen aufgebürdet werden. Bei Risiken ist das typischerweise dann der Fall, wenn Leute mehr Risiken auf sich nehmen, als sie im Schadensfall selber tragen können. Dann bleibt oft nichts anderes übrig, als Verluste zu sozialisieren.

     
  2. Christian Dreyer, 15. März 2006, 23:07

    Sag bloss, dass Ihr auch eine dieser unsäglichen Wischns von Euch gebt? Da würde ich sowieso streiken - es ist Zeitverschwendung.

    Aber zur Aufgabenstellung: Mit Wirtschaftsethik hat Deine Formulierung nicht viel zu tun, sondern doch eher mit der allgemeineren Wirtschaftsfreiheit. Wenn’s um W’ethik gehen soll, würde ich einen allgemeinen Bezug zur Ethik herstellen, bei der es ja u.a. um anständiges Verhalten jenseits von rechtlichen Verpflichtungen geht, was dann allerdings wieder im langfristigen, wohlverstandenen Eigeninteresse jedes Handelnden liegt. Im speziellen können darunter u.a. die bösen “Abzocker” fallen, die als “Totengräber des Kapitalismus” zu dessen weiterer Beschränkung führen können.

    Interpunktion? Nach der letzten Reformreform dürfte es Dir schwerfallen, noch so richtig allgemein anerkannte Fehler zu produzieren! ;-)

     
  3. Julika Hartmann, 16. März 2006, 8:42

    @Esther
    Eben:-)

    @Christian
    Wirtschaftsethik kann man auf drei Ebenen verorten: Mikroebene (Individuen), Mesoebene (Organisationen, damit hab ich am meisten Mühe), Makroebene (Rahmenordnung). Ich halte tatsächlich die Entscheidung für eine allgemeine Wirtschaftsfreiheit für eine moralische, weswegen ich mich eben implizit immer schon gegen Friedman stellen muss, aber ich wäre froh, wenn mich da jemand von abbringen könnte.

    Aber Dein Einwand ist wohl der Üblichste. Das erste, das allen immer einfällt, wenn von Wirtschaftsethik die Rede ist, ist ein irgendwie gearteter Antagonismus zwischen Managern und dem Rest der Welt, sei es dem anständigen Arbeiter, sei es dem anständigen Unternehmer. Ich möchte Ethik aber nicht auf einen Unternehmerethos reduzieren, obwohl ich das de fakto meist tue, aber ich schweife ab. Ausserdem ist m.E. moralisches Handeln nicht immer anständig und nicht immer im Eigeninteresse, sonst wärs ja einfach der Traum meiner Mutter oder kluges Handeln.

     
  4. Christian Dreyer, 16. März 2006, 9:58

    Julika, was willst Du denn anderes tun mit der W’ethik als eine Unternehmerethik? Es muss ja zwingend um eine Ethik des Handelnden gehen, sonst braucht es sie nicht.

    Im übrigen sind Manager gerade keine Unternehmer, sondern Angestellte, die sich oft schamlos am Eigentum der Aktionäre bedienen. Aber nicht dass man mich falsch verstehe: Ich rede keinem staatlichen Interventionismus das Wort, sondern dem Investoren-Aktivismus.

    “Moralisches Handeln ist nicht immer anständig”? Das verlangt eine Erläuterung.

     
  5. Konstantin, 16. März 2006, 11:58

    Probierts mal mit folgender Definition:

    “Der Begriff Wirtschaft (Wortbedeutung: “Wert schaffen”) umschreibt alle Einrichtungen und Handlungen von Menschen mit dem Ziel, die in der Umwelt vorhandenen Ressourcen und die vom Menschen geschaffenen Ressourcen zur Befriedigung ihrer materiellen und immateriellen Bedürfnisse zu nutzen und zu fördern.”

    (Aus : Wikipedia.de)

    Ein Wirtschafter schafft aus Ressourcen eine Dienstleistung oder ein Produkt, das einen Wert hat.
    Wobei in der Praxis mit “Wert” natürlich meistens nicht ein abstraktes metaphysisches Konzept gemeint ist, sondern schlichtweg Geld. Was ein Wirtschafter schafft, ist etwas, wofür andere aufgrund ihrer persönlichen Wertschätzung bereit sind, Geld zu zahlen.
    Ein Liberaler (im europäischen Sinne des Worts) befindet diese praktische Definition für moralisch vertretbar, weil er der Ansicht ist, dass das freie Wirtschaften an sich ja auch zum Wohlstand aller beiträgt. (Was übrigens von jedem, der irgendwann mal ein VWL-Buch gelesen hat, auch keinesfalls bestreitet werden kann.)
    Durch den freien Handel entsteht bei jedem Teil der Wertschöpfungskette ein Wohlstandszuwachs (auch finanziell messbar, weil jeder Zwischenhändler seine Opportunitätskosten aufschlägt). Dadurch, dass aber jeder in einer Wertschöpfungskette mal am Ende und mal am Anfang steht, entsteht ein Kreislauf mit einem Multiplikator-Effekt. Privater Eigennutz maximiert die Wohlfahrt aller.

    Der Grund, warum die Kommunisten (die sich PR-technisch geschickt ebenfalls “Liberale” nennen) nun ethische Bedenken, ist eben jener, dass obwohl das Gesamtwohl aller steigt, wird nirgendwo garantiert, dass mit dem freien Handel alle gleich stark vom Zuwachs profitieren. Der Arme wird zwar reicher, aber niemand garantiert, dass der Reiche anteilsmässig nicht noch mehr verdient. Der Wohlstandszuwachs garantiert keine Statusverbesserung der Schwächeren. Er lässt Ungleichheiten zu.

    Mit anderen Worten, der Wunsch nach Gleichheit spielt da eine grosse Rolle. Die Wirtschaft garantiert keine faktische Gleichheit.

    Wenn Du also die Ethik in die Wirtschaft einbringen willst, dann musst Du definieren, dass finanzielle Gleichheit nicht das erstrebenswerte moralische Ziel ist. Vielmehr sollte man sich in der Wirtschaft darum bemühen, dass Chancen-Gleichheit gewährleistet ist. Die ist aber nur gegeben, wenn am freien Handel alle frei partizipieren dürfen und niemand durch Zwangsmassnahmen vom freien Handel ausgeschlossen oder benachteiligt wird (bspw. durch Handelshemmnisse, politischen Lobbyismus, Staatsunternehmen oder Subventionen an die Konkurrenz).

    Der freie Markt fördert den Wohlstand aller und die Chancengleichheit, aber nicht die faktische Gleichheit. Vielleicht könnte das der “wirtschaftsethische Touch” sein ;-)

     
  6. Esther, 16. März 2006, 11:58

    @Julika: Kannst du den Zusammenhang zwischen Anstand und Moral noch etwas erläutern?

    Wirtschaftsethik sollte keinesfalls auf Unternehmensethik (da sind Aktionäre, Manager und Angestellte drin) reduziert werden. Wir tragen auch als KonsumentInnen und als BürgerInnen (Rahmenordnung) eine Verantwortung für wirtschaftliche Prozesse. Die Mesoebene ist insofern etwas verwirrlich, als Organisationen im Staat wie ein einzelner Akteur auftreten, ihrerseits aber im Arbeitsprozess Strukturen bereitstellen, welche verantwortliches Handeln ihrer Mitglieder erleichtern oder erschweren.

     
  7. Konstantin, 16. März 2006, 12:09

    Ich hätte noch eine ethische Forderung für Konsumenten: Konsumenten brauchen keine moralische Belehrung, die sie vom Konsum abhalten soll. Konsum ist nichts unanständiges! Dem Konsum verdanken wir unsere Arbeitsplätze.

     
  8. Christian Schenkel, 16. März 2006, 12:22

    Ein Orchester will ein Stück aufführen. Die harmonische Aufführung des Stücks ist das Produkt des Orchesters an und für sich, und nicht der einzelnen Musiker. Denn wenn jeder Musiker in einem abgeschlossenen Raum seine Partie spielen würde, hörten wir zwar einzelne Klangfragmente, aber nicht das gesamte Stück als solches.

    Was für eine Rolle spielt also der einzelne Musiker im Orchester? Was für eine Rolle das Orchester als Einheit? Handelt der Musiker autonom oder den Regeln des Orchesters folgend? Was «zwingt» den einzelnen Musiker, nach den vorgegebenen Noten und nicht frei zu spielen? Ist es moralisch geboten, eine eigene Melodie zu spielen, die einen besser dünkt, als die Interpretation des Dirigenten? Gibt es da einen Zusammenhang zu Julika’s Frage???

    Julika, du bist ja jetzt ein TV-Star ;-) Hab’s schon gesehen

     
  9. Christian Dreyer, 16. März 2006, 12:46

    Christian, Dein Bild ist zwar schön, aber falsch gewählt. In der Wirtschaft wie in der Gesellschaft geht’s um vieles, aber nicht um Harmonie. Insofern: Nein, es gibt keinen Zusammenhang zu Julikas Frage.

     
  10. Julika Hartmann, 16. März 2006, 13:41

    @Esther
    Vielleicht definiere ich Anstand ja völlig abstrus, aber ich verstehe darunter: Handeln nach der Sitte und allerhöchstens noch der vorherrschenden Moral. Also handle ich moralisch richtig oder falsch, wenn ich den fetten Mann vor den Zug stosse, um die fünf Menschen zu retten, aber doch nicht anständig. Andererseits ist es wohl keine Frage der Moral, ob ich danke sage oder nicht.

    @Christians

    Ich finde das Orchesterbeispiel gar nicht so abwegig, wenn damit ein Beispiel für ein einzelnes Unternehmen statuiert wird. Ich habe auch unglaubliche Probleme mit Verantwortungskonzeptionen, die nicht beim Individuum allein ansetzen, das steht ausser Frage, spannend finde ich aber dennoch die Frage, wie ein Unternehmen mit den Moralvorstellungen der einzelnen Mitarbeiter umgeht.

    (In welcher Sendung kams? Wurde schon vor einem halben Jahr gedreht und wird einfach mehrfachverwertet.)

    @Konstantin
    Ja klar, ungefähr das wollte ich in zwei Sätzen zusammenfassen. Impliziert ja schon viel:

    1. Wirtschaft ist nicht amoralisch, im Sinne von ausserhalb der Moral stehend.
    2. Ist es eine utilitaristische Konzeption. Für mich persönlich ist eigentlich der Wohlstand aller nicht handlungsanleitend. Ich wollte zuerst Freiheit aller schreiben, aber es geht ja um ein Positionspapier zum Thema Wirtschaft,und steht beim Thema Wirtschaftswachstum.
    3. Kann man sowohl formale als auch materielle Chancengleichheit druntermogeln. Ich sehe bei der FDP nämlich kein klares Bekenntnis zu ersterem.

     
  11. Christoph Kilchenmann, 16. März 2006, 19:42

    @Konstantin: Konsumieren ist immer ein Verbrauchen von Ressourcen, insofern ist Sparen und damit Investieren und folglich Ermöglichen zukünftigen Konsums sicher nicht schlechter (und schafft genauso Arbeitsplätze - solange ich das Geld nicht im Sparstrumpf belasse, hat meine Entscheidung zwischen Konsum und Sparen kaum einen Einfluss auf die Arbeitsplätze). Nicht dass man mich missverstehe - es liegt mir fern, den Konsum zu verteufeln, aber im Zweifel ist mir immer lieber, wenn die Leute sparen.

    Im übrigen - natürlich Friedman, solange “business” gesetzeskonformes, “anständiges” Handeln umschreibt. Ich habe noch kein wirklich überzeugendes Gegenargument gefunden.

     
  12. Andreas Hofmann, 16. März 2006, 22:32

    Im Grunde gebe ich in allem Konstantin recht.
    Ausser eventuell:
    “Konsumenten brauchen keine moralische Belehrung, die vom Konsum abhalten soll”
    Grundsätzlich nein, im speziellen macht es Sinn, gerade in der heutigen Zeit, den Leuten wieder näher zu bringen was Qualität ist. Ein guter Leisten, Massgeschneidertes, hautfreundliche Textilien, ein aromatischer Apfel… Wie weit das moralisch ist? Natürlich ist das nicht Aufgabe der Politik, aber irgendwo muss man das thematisieren.

    Julika, soll ich diesen FDP-Satz tatsächlich ernst nehmen? Ist da versteckte Ironie dabei? Also bitte, mit solchen Sätzen gewinnt man keine Stimmen, man kann froh sein, dass man keine verliert…

     
  13. Esther, 16. März 2006, 23:17

    @Julika; Okay, wenn du unter Anstand das Befolgen von vorherrschenden Moralvorstellungen verstehst, stimme ich dir zu. Mein intuitives Verständnis von Anstand geht jedoch mehr in die Richtung, des respektvollen Umgangs aus intrinsischer Achtung der Würde des Gegenübers. Vor diesem Hintergrund konnte ich mir kein realistisches Beispiel vorstellen, bei dem es moralisch geboten sein könnte, unanständig zu handeln.

    Friedman ist falsch, weil es (zumindest auf Erden) keine natürliche Harmonie zwischen Erfolg und moralisch richtigem Handeln gibt. Es kann sich für ein Unternehmen lohnen, z.B. Kunden einem an sich vermeidbaren Risiko auszusetzen und sie erst noch darüber im Dunkeln zu lassen. Friedman wäre zur unplausiblen Position verpflichten, dass das sogar moralisch geboten wäre, wenn dadurch der Gewinn gesteigert werden kann.

    Ethik befasst sich zumindest nach meinem Verständnis gerade mit den Normen, die uns nicht von der Gesellschaft in Form von Gesetzen und sozialem Druck auferlegt werden, sondern die wir uns selbst auferlegen, weil wir sie für richtig halten. Bei Organisationen ist davon auszugehen, dass es erheblichen aufgeklärten Dissens über das moralisch Richtige gibt und es lässt sich auch nicht einfach ein Aggregat der moralischen Überzeugungen bilden. Dennoch können Unternehmen in ihren internen Strukturen vielfältige An- und Abreizsysteme einrichten, welche verantwortungsvolles Handeln (aus Sicht der EntscheidungsträgerInnen) begünstigen. Dies kann zu rein monetären Interessen im Konflikt stehen. Unternehmen (oder besser: ihre EntscheidungsträgerInnen) sind in dem Masse für das Handeln ihrer Mitarbeitenden als FirmenvertreterInnen verantwortlich, wie die internen An- und Abreizsysteme deren Entscheidungen beeinflussen.

     
  14. Christoph Kilchenmann, 17. März 2006, 2:18

    Ich zweifle, dass es sich für ein Unternehmen lohnt, Kunden bewusst einem nicht deklarierten Risiko auszusetzen - insbesondere wenn sich darunter Amerikaner befinden…

     
  15. Esther, 17. März 2006, 8:09

    Kommt jedenfalls vor. Und war bloss ein Beispiel, dass Erfolg und Moral nicht zwangsläufig in die gleiche Richtung zielen (auch nicht zwangsläufig in entgegengesetzte). Du kannst gerne bessere Beispiele bringen.

     
  16. Julika Hartmann, 17. März 2006, 10:48

    @Andreas
    Nein, da sollte keine versteckte Ironie drin sein. Dass Du Konstantin Recht gibst und meinen Text scheisse findest, zeigt wohl, dass er wirklich scheisse ist. Was ist denn konkret daran auszusetzen? Ich bin ja schon fast so weit einzuknicken und doch was vom anständigen, authentischen, integren Superunternehmertum zu schreiben, das Ganze könnte dann ins Positionspapier zu den KMUs, aber ich habe Probleme damit auf die individuelle Ebene zu gehen, weil ich keine Gesinnung vorschreiben will.

     
  17. Julika Hartmann, 17. März 2006, 10:59

    Denke auch, dass das vorkommt. Aber ich sehe es tatsächlich als Aufgabe der Wirtschaftsethik aufzuzeigen, wo sich ethisches Verhalten auch ökonomisch lohnt, und wo ökonomisches Verhalten ethisch ist, bsp. Abbau von Arbeitsplätzen, Korruption, Kinderarbeit. Das heisst aber nicht, dass sich Dilemmasituationen immer zur Zufriedenheit lösen lassen.

    Ich hab grad ne Diskussion im Sinn, in der zwei Wirtschaftsethiker stritten, wer die “Ethik” in die Wirtschaft bringt. Die Nachfrager, die mit ihren geänderen Bedürfnissen es möglich machen, dass sich moralisches Handeln lohnt oder der Unternehmer, der seiner Integrität und seinem Gewissen verpflichtet, moralisch richtig zu handeln versucht. Ich verstehe immer noch nicht ganz, wieso man das getrennt denken kann.

     
  18. Christian Schenkel, 17. März 2006, 12:10

    @ alle

    Hier werden ethisches und moralisches Handeln immer durcheinander gebracht. Ethisches Handeln bezieht sich auf die Frage nach dem guten Leben (eher individualistische Sicht). Esther argumentiert in diesem Sinne, wenn sie sagt: «Ethik befasst sich zumindest nach meinem Verständnis gerade mit den Normen, die uns nicht von der Gesellschaft in Form von Gesetzen und sozialem Druck auferlegt werden, sondern die wir uns selbst auferlegen, weil wir sie für richtig halten.»

    Moralisches Handeln hingegen bezieht sich auf die Art und Weise, wie man mit unterschiedlichen Interessen umgeht (eher gemeinschaftliche Sicht).

    Wirtschaftsethik müsste sich also mit der Frage beschäftigen, welche Ziele man verfolgen will (Stakholder vs. Shareholder). Wirtschaftsmoral würde sich auf die Fragen beziehen, wie mit unterschiedlichen Interessen zwischen den Markteilnehmern und innerhalb von Unternehmen umgegangen wird.

    @ Christian Dreyer

    Der Kern meiner Analogie lag nicht in der Harmonie, sondern in der Tatsache, dass Interaktionen zwischen Menschen immer von impliziten und expliziten (Spiel-)Regeln begleitet werden. Die von mir aufgeworfenen Fragen beziehen sich auf diese Regeln.

    Nebenbei: In einem atomistischen Markt, wo sich rational handelnde und vollständig informierte Akteure in einem Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage finden, könnte man meines Erachtens von Harmonie sprechen; aber eben, das gibt’s ja realiter nicht.

    @ Julika

    Vor «10 vor 10» haben sie einen etwa 5minütigen Beitrag über Sudoku gebracht.

    Du schreibst: «Ich habe auch unglaubliche Probleme mit Verantwortungskonzeptionen, die nicht beim Individuum allein ansetzen, das steht ausser Frage, spannend finde ich aber dennoch die Frage, wie ein Unternehmen mit den Moralvorstellungen der einzelnen Mitarbeiter umgeht.»

    Verantwortung kann man nur wahrnehmen, wenn man wirklich autonom Handeln kann. Ich glaube nicht, dass wir ganz frei, ohne innere und äussere Zwänge, handeln können. Deshalb müsste man realistischer Weise bei der Beurteilung von Handlungen die Autonomie und die vorherrschenden Normen und Werte (vgl. auch JNR «Strukturelle Rationalität») in Betracht ziehen.

     
  19. Christoph Kilchenmann, 17. März 2006, 14:43

    @Esther: Das ist es ja gerade - ich kenne keine besseren Beispiele, sonst würde ich ja nicht an Friedman festhalten!

     
  20. Robert Nef, 17. März 2006, 18:00

    @ Julika et al.
    Mit “Ethik” und “Moral” gibt es im deutschen Sprachbereich eine heillose Verwirrung. Ethik ist eigentlich wertneutral und die Anhänger jedes Wertesystems oder jeder Werthierarchie können diesbezügliche Verhaltensnormen aufstellen und das dann “Ethik” nennen. Die Lehre von der Ethik ist nichts anderes als die Lehre von dem, was die Menschen glauben, es solle sein, die Antwort auf die Frage “Was sollen wir tun?”. Eine allgemeingültige und wissenschaftlich erhärtete Antwort darauf gibt es aus liberaler Sicht nicht. Es waren die Marxisten, die hofften, die Sozialwisenschaft könne früher oder später zwischen wahren und falschen Bedürfnissen und zwischen wahrem und falschem Bewusstsein unterscheiden, wenn nur endlich einmal die bürgerliche Klassengesellschaft aufgehört habe, ihren (die sozialistische Wahrheit entfremdenden) manipulativen Einfluss auszuüben. Ein Sozialist verfolgt aus dieser Sicht eine andere Ethik als ein Liberaler etc…Es gibt eine christliche Ethik und eine konfuzianische Ethik etc… Moral nennt man das individuelle Verhalten, das sich auf eine bestimmte Ethik ausrichtet und im Lichte dieser Ethik positiv bewertet wird. Moralisch ist das positiv bewertete menschliche Verhalten ausserhalb bzw. oberhalb dessen was das Recht zwingend vorschreibt. Auf Englisch klappt das, aber auf Deutsch hat man Moral abgewertet und in den Bereich des Sexualverhaltens abgedrängt, das generell als “unmoralisch” gilt, wenn es nicht gesellschaftlich ode staatlich eingedämmt wird. Frei nach Kästner: “Dort wo andere moralisch sind, klaffte bei ihr…” Die ganze Leitplanken- und Schrankendiskussion hat für mich etwas mit der Angst vor dieser Freiheit zu tun. Wer von Moral redet ist ein Moralapostel, ein Moralist etc… Darum braucht man auf Deutsch ersatzweise und falsch wieder das Wort “ethisch”…
    Aber können wir denn den Sprachgebrauch zwingend vorschreiben? Wir müssen diese Kritik im Hinterkopf haben, aber mit der vorherrschenden Sprachpraxis leben, es sei denn , wir seien sprachkulturprägende Leaderfiguren. Ich glaube nicht, dass wir der Moral wieder ihre ursprüngliche Bedeutung zurückgeben können. Eigentlich schade. Mit “Tugend” (kommt von taugen) habe ich es versucht, aber ich habe mich damit ins Umfeld der Tugendbolde begeben.
    Die Frage nach der Wirtschaftsethik führt zur Grundfrage, ob man ein Sollen aus einem Sein ableiten kann. Die Naturrechtler sagen Ja, die Positivisten Nein.
    Ich neige zum Nein. Die Marxisten sind in diesem Sinn Naturrechtler, da sie dem Grundsatz huldigen, dass das materielle (ökonomische)Sein das (politische und ethische) Bewusstsein bestimme.
    Was heisst dies nun? Ist die Ethik bereits im wirtschaftlichen Sein, beispielsweise im Markt oder in der Zentralverwaltung drin, oder muss sie von aussen z.B. durch den Staat oder die Kirche in sie implantiert werden.
    (Primat der Politik, um ein Primat der Ethik zu retten.- ich meine das sei der Ansatz von Ulrich…)
    Für mich bestimmt nicht das Sein das Bewusstsein, sondern der Mensch ist als Lebensunternehmer dazu aufgerufen (verdammt oder berechtigt oder erkoren) seine Ideen in die Welt hineinzutragen und mit seinem Bewusstsein das Sein zu beeinflussen, sein eigenes und das der andern,vor allem der Nächsten.(Die Welt als Wille und Vorstellung.)

    Da es “die Wirtschaft” als Sonderbereich für mich nicht gibt, sondern das Wirtschaften ein Teilaspekt des menschlichen Verhaltens ist, das querbeet eine Rolle spielt, kann ich mit Deiner Definition gut leben. Ich neige dazu, dass der Markt, genauer der “fremdherrschaftsfreie Tausch” das moralische Verhalten tendenziell fördert ohne dass man ihm Leitplanken setzt. Ob er mpralisches Verrhalten auch auch zeugt bzw. erzeugt ist eine interessante Frage. Tugend lohnt sich in einer freien Marktwirtschaft, nicht in jedem Fall, aber doch per saldo und auf die Dauer. - Market breeds virtue. Wenn das heute nicht oder nicht durchwegs stimmt, so beruht dies auf den Verfälschungen der Katallaxis, die durch gut gemeinte oder machtbezogne Zwangssysteme verschlimmbessert worden ist. Man muss die Ethik im Sinn von Moral nicht in die Wirtschaft hineinzwingen, man muss aber dafür sorgen, dass die moralfördernde Rolle des Tauschprinzps nicht durch die moralzerstörende Funktion von Zwangsherrschaft sabotiert oder gestört wird. Die wichtigste Forderung einer liberalen Wirtschaftsethik ist “in erster Linie nicht schaden”, das heisst die klare Trennung von Wirtschaft und Staat und die Verbindung von Wirtschaft mit Kultur (z.B. agri-cultura), aber von einer Kultur, die ihrerseits nicht von Zwangsstrukturen infiziert wird. “Zwang essen Seele auf” und Macht ist an sich böse. Wie man das alles in einem Satz mit richtiger Kommasetzung zusammenfassen kann, weiss ich auch nicht. Christian Dreyers Horror vor Parteiprogrammen teile ich, aber ich habe auch schon an solchen Übungen mitgewirkt.

     
  21. Esther, 17. März 2006, 20:43

    @Julika: Den zweiten Vorschlag könnte ich nicht unterschreiben. Dass gesetzliche Regulierungen ausschliesslich als mögliche Hemmfaktoren für verantwortungsvolles Handeln gesehen werden, ist doch irgendwie naiv und ein Rückfall hinter jegliche ordnungspolitische Konzeption. Manchmal schaffen Gesetze doch auch Märkte, in welchen ohne Rechtssicherheit kein einziger Franken umgesetzt würde. Und manchmal sind Gesetze auch Rückenstützen, die erst den Freiraum schaffen, um verantwortlich handeln zu können. Wir kommen nicht drum rum, im Einzelfall genau hinzuschauen, so unbequem das ist.

    Zu Ethik und Moral: Offensichtlich gibt es da ganz verschiedene Unterscheidungen. Ich verwende die Begriffe, um Perspektiven auf die normative Bewertung von Handlungen zu unterscheiden: Ethik ist die Innenperspektive, meine persönliche Überzeugung vom guten Leben *und* dem gerechten Zusammenleben. Moral sind die normativen Erwartungshaltungen, die von der Gesellschaft an mich herangetragen werden und nach denen meine Handlung bewertet wird. In einem anderen Sinn ist Ethik auch das von Gründen geleitete Nachdenken über die vorherrschende Moral, womit ich eine ethische Theorie aufzustellen versuche.

    Ich versteh die Diskussion nicht, ob die Moral bereits in der Wirtschaft drin sei oder wie sie hineinkommt. Bei jeder absichtlichen Handlung spielen ethische Überlegungen eine Rolle genauso wie Klugheitsüberlegungen. Da ich morgens absichtlich Gipfeli kaufe und der Beck die Gipfeli absichtlich zum Verkauf anbietet, ist die Moral in dieser Handlung von allem Anfang an drin (und in diesem Fall, wie in den meisten wirtschaftlichen Handlungen, zielt Moral und Eigeninteresse in die gleiche Richtung).

     
  22. Robert Nef, 18. März 2006, 14:10

    Man darf Begriffe so verwenden wie man will,aber bezahlt den Preis des Nicht-oder Falsch-Verstanden-Werdens, wenn man sich zu weit vom allgemein üblichen Sprachgebrauch entfernt. Bezüglich Ethik und Moral weicht die Fachterminologie vom allgemeinen Sprachgebrauch ab und die unterschiedlichen Bedeutungen im Englischen schaffen zusätzliche Schwierigkeiten. Viele Ethiker sagen, jedes Verhalten könne auf dem Hintergrund irgend einer Ethik als *ethisch* bezeichnet werden, während im allgemeinen Sprachgebrauch einer der sich “ethisch” verhält, ein generell besser bewerteter Mensch ist, als einer der dies nicht tut. Damit muss man und kann man schon leben und kommunizieren, aber es gibt einen zusätzlichen Klärungsbedarf.
    Ich teiledie Auffassung, dass Recht und Moral aufeinander bezogen sind und das Recht als ethisches Minimum nicht nur als “kleiner grüner Ethikfresser” agiert sondern auch ein tragfähiges Fundament bilden kann. Ich zweifle lediglich mit guten Gründen daran, dass man den Moralpegel in einer Gesellschaft anheben kann indem man möglichst viel moralisches Verhalten zwingend vorschreibt. Beispiel:Um etwas verschenken zu können muss es mir zunächst einmal gehören. Die Moral des Schenkens (wenn es denn eine ist) beruht auf dem Institut des Privateigentums. Möglicherweise war auch dort die Transaktion vor der Institution und die im Tausch katallaktisch generierte Moral hat sich imLaihr rechtliches Fundament selbst geschaffen. Die These “Market breeds virtue” könnnte durch “market breeds property and the rule of law” ergänzt werden.

     
  23. Konstantin, 18. März 2006, 23:19

    Ich lese grade ein tolles Management-Handbuch: Dabei handelt es sich um ein normales Businessbuch, aber es wird unter anderem gesagt: dass man nur wirtschaftlichen Erfolg haben kann, wenn man seine Kunden mit Anstand und Respekt behandelt.
    Mit anderen Worten: wer sich unanständig aufführt, kann auf Dauer nicht erfolgreich sein.

    Was passiert mit einem Restaurant, wo sich die Bedienung zickig aufführt? Der Kunde steht auf, zahlt die ausstehende Rechung (ohne Trinkgeld) und verschwindet. Klar hat dann das Restaurant kurzfristig noch Gewinn gemacht. Aber der Kunde kommt sicher nicht wieder.
    Sind erst einmal genügend Kunden hinausgeekelt worden, fängt das Business an zu serbeln und der Betrieb geht konkurs. Langfristig lohnt sich unfreundliches Verhalten einfach nicht.

    Schon allein deshalb bezweifle ich, dass wirtschaftlicher Erfolg möglich ist, ohne minimale ethische (moralische) Standards einzuhalten.

    Das lässt ich übrigens auch in der Praxis immer wieder feststellen: welche Airline hat denn den miesesten und teuersten Service und versucht das mit getürkter 2-Euro-Preis-Reklame zu kaschieren? Bei welcher Bank kann man denn als Kleinfirma keine Kleinkredite unter 100′000.- CHF mehr aufnehmen, weil die Bank KMU-Kunden nicht mehr für “gut genug” hält?
    Und wie sehen deren Bilanzen aus?

    Und welche Airline hat denn in letzter Zeit am meisten überzeugt und gegenüber anderen wieder aufgeholt? Und welche Bank ist dank Kleinkrediten deutlich rentabler geworden als ihre Konkurrenz?
    Und wie steht’s um deren Bilanzen?

    Ich nehme mal an, Ihr wisst, welche Firmen ich damit meinen könnte. Falls nicht, lassen sich die Namen in diversen Inseraten und Wirtschaftsnachrichten eindeutig erschliessen.

    Ich glaube übrigens auch, dass die älteren Fälle: Swissair, Worldcom, Enron, Mannesmann, Erb etc. mehr als zur Genüge bewiesen haben, dass sich Unehrlichkeit nicht mal wirtschaftlich lohnt.
    Diese Firmen haben uns doch schliesslich Müll verkauft und die Aktionäre abzuzocken versucht. Und was ist mit ihnen passiert?
    Der Markt hat die fehlende Ethik knallhart bestraft.

    Das sollte doch langsam Beweis genug sein, oder nicht?

     
  24. Dominik, 21. März 2006, 9:50

    Liberalismus dient dem Gesamtwohl. Darinliegt ein wesentlciher Teil der Ethik des Liberalismus. Nur weil es unter bestimmten Voraussetzungen Unternehmer udn Kapitalisten gibt, die in antiliberaler Anwandlung für Sonderinteressen einstehen wird aus dem Liberalismus noch keine politische Philosophie für wenige. vergleiche in meinem aktuellen Podcast…

     
  25. Ordnungspolitischer Blog (Trackback), 21. März 2006, 9:50

    Podcast: Mises über Liberalismus und Gesamtwohl

    Wöchentlich offerieren wir Ihnen eine ordnungspolitische Erinnerung mittels eines Zitates - klicken Sie auf die Datei oder abonnieren Sie den Podcast-Stream (der Feed für die Kategorie Podcast ist unten angegeben: Klicken Sie mit der rechten Maustast…

     
  26. Konstantin, 21. März 2006, 16:53

    Hm, hat einiges für sich.

    Ich kenne da auch einen berühmten Spruch vom englischen Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton:

    “Too much capitalism does not mean too many capitalists, but too few capitalists.” - The Uses of Diversity, 1921

     
  27. Julika Hartmann, 23. März 2006, 18:53

    Danke vielmals für die Feedbacks, ich weiss jetzt noch weniger als zuvor, was ich schreiben soll. Zum Glück.

    1. Was ist ethisches Handeln, was moralisches?

    Ich versuche eigentlich auch das Wording zu gebrauchen, wie wir es im Studium lernen. Dann gibt es eigentlich kein ethisches Handeln, resp. nur durch eine spezifische Ethik rechtfertigbares. Und moralisch heisst dann noch nicht, ob moralisch richtig oder falsch. Und ich denke es ist ein Fehler von mir, das nicht strikter durchzuhalten, aber wahrscheinlich sind wir schon an einem Punkt, an dem “moralisch” genauso bescheuert gebraucht wird wie “sozial”.

    2. Verhältnis Markt und Moral. Ich hab da immer noch die Hoffnung, dass mir die Erleuchtung kommt. Zum Glück gibt es ja den 3./4. Mai.
    Verhältnis BWL und Wirtschaftsethik. Ich weiss auch nicht, wieso mich die Tendenz so nervt WiE als obsolet zu erklären, indem man deklariert, moralisch richtiges Handeln “bringe” immer was. Ja doch ich weiss es.

    3. @Esther. Ich hab ja nicht geschrieben, dass Recht nicht auch moralisch richtiges Handeln, Konkurrenz usw. fördern kann? Muss ich das extra explizieren?

    4. “Liberalismus dient dem Gesamtwohl.”
    Nein, Mises doch in Deinem Podcast: er ist im Interesse aller.

     
  28. Esther, 24. März 2006, 4:25

    @Julika: Aha, beim nochmaligen Lesen merke ich, dass ich Dinge in deine Sätze hineininterpretiert habe, die gar nicht da stehen.

    4. “Liberalismus dient dem Gesamtwohl.”
    Nein, Mises doch in Deinem Podcast: er ist im Interesse aller.

    :-)

    Nur dumm, dass es so viele verschiedene Interpretationen des Liberalismus gibt, der offenbar im Interesse aller liegt. Aber genau deshalb ist die Unterscheidung zwischen “Gesamtwohl” und “im Interesse aller” bedeutsam: Gesamtwohl ist eine technokratische Aufsummierung von Einzelinteressen, während es den Einzelnen überlassen bleibt, was sie unter ihrem Interesse verstehen wollen.

     

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