Archiv August, 2009

Planwirtschaftlicher Öko-Wahn

Als “Ökologismus” wird jene Ideologie bezeichnet, die den Umweltschutz zu einem Dogma erhebt, welches Vernunft ausschaltet und damit letztlich der Umwelt schadet. Ein Bilderbuch-Fall des Ökologismus ist das Glühbirnen-Verbot der EU. Der Spiegel berichtet treffend:

Ab September endet in Europa die Glühbirnen-Produktion - doch was von der EU als Maßnahme zum Wohl von Verbraucher und Umwelt verkauft wird, hat Nachteile: Die neuen Energiesparlampen halten oft nicht, was sie versprechen - und können sogar zum Gesundheitsrisiko werden.

Der Fall der Glühbirnen zeigt auch, welch unglaubliches Schindluder mit dem Begriff des “Marktversagens” getrieben wird. In den Augen der Bürokraten versagt der Markt nämlich immer dann, wenn die Bürger nicht genau das machen, was die Bürokraten gerne wollen. Damit folgt logisch, dass die Bürokratie in diesen - zahlreichen - Fällen schlicht die Planwirtschaft bevorzugt:

“Die Verbraucher denken nicht langfristig”, erklärt Ferran Taradellas Espuny, energiepolitischer Sprecher der EU-Kommission gegenüber SPIEGEL TV. “Sie bezahlen im Supermarkt doch lieber einen Euro für eine Glühlampe anstatt sechs für eine Energiesparlampe, obgleich sie das am Ende fünfzig Euro mehr an Strom kostet! Und weil der Markt so etwas nicht von selbst regelt, mussten wir eine Verordnung erlassen. Damit stellen wir sicher, dass alle Lampen vom Markt verschwinden, die zu viel Energie verbrauchen.”

Typisch auch mal wieder, dass im Falle des Birnen-Verbots die Grossindustrie Hand in Hand mit der Bürokratie arbeitet. Bekanntlich lässt sich auf keine Weise einfacher ein “Wettbewerbsvorteil” erringen und eine Marge erhöhen, als mit Hilfe der eisernen Hand des Staates:

Trotzdem werben die Hersteller aggressiv für die Leuchtstofflampen. Schließlich sind die Gewinnmargen weit höher als bei klassischen Glühlampen. Doch als das Magazin “Öko Test” letztes Jahr 16 marktübliche Modelle untersuchen ließ, kam es zu einem vernichtenden Urteil: Keine der Lampen hielt so lange wie vom Hersteller versprochen. Keine war so hell wie die vergleichbare Glühlampe, die sie ersetzen sollte. Und ohne Ausnahme wurde die Qualität des Lichts mit der Note “mangelhaft” bewertet. Außerdem empfahlen die Tester, die Leuchtmittel nicht in Körpernähe, beispielsweise in Schreibtischlampen einzusetzen, da ihre Strahlung gängige Grenzwerte um ein Vielfaches übertrafen.

So wird in der EU der Bürger entmündigt, Kapital vernichtet, der Umwelt und der Gesundheit der Menschen geschadet - nur damit die ökowahnhaften und grössenwahnsinnigen Bürokraten ein wohliges Gefühl der Selbstbestätigung und Nützlichkeit erhalten. Und die privilegierte Grossindustrie lacht sich in Fäustchen. Wer kann solche Vorgänge eigentlich noch befürworten? Die Liberalen? Die Grünen? Die Sozialdemokraten?

Protektionismusalarm

Avenir Suisse stellt in seinem jüngsten Newsletter fest, dass die Welt seit Beginn der Finanzkrise eine Welle protektionistischer Massnahmen erleidet. Vorneweg schreiten die USA mit 329 neuen Handelshemmnissen.

Da Handelsschranken alle Beteiligten immer nur ärmer und nie reicher machen, sind solche Tendenzen als sehr bedenklich zu qualifizieren - sicher helfen sie nicht, die Welt aus den Verwerfungen der Finanzkrise herauszuführen.

Leider ist die öffentliche Aufmerksamkeit für den neuen Protektionismus kaum vorhanden - umso wichtiger die neue Website www.globaltradealert.org, welche zahlreiche Daten zur weltweiten Handelsfreiheit sammelt und detailliert aktuelle Entwicklungen aus allen Ecken der Welt in Hinblick auf ihre Wirkungen auf den Welthandel bewertet!

Erinnert sei hier auch nochmal an die weltweite “Freedom to Trade” Koalition - auch hier werden die Entwicklungen in den USA mit Sorge betrachtet…

Der grösste Tatort der Welt

Wenn man wissen möchte, wie Vater Staat jene Institution sieht, die der Welt den vielleicht grössten Gewinn an Wohlstand und Freiheit aller Zeiten verschafft hat, dann sollte man den Vorsitzenden der deutschen Polizeigewerkschaft fragen. Für ihn ist nämlich das Internet schlicht “der grösste Tatort der Welt“. Dieser sollte entsprechend stärker polizeilich überwacht werden.

Wenn aber eine Kommunikationsplattform zum “grössten Tatort der Welt” wird, dann sollte man sich doch vielleicht auch Gedanken darüber machen, mit welcher Art von Verbrechen die Staatsgewalt heuer beschäftigt ist?

Trauriges aus Stockholm

Das diesjährige Treffen der Mont Pelerin Society in Stockholm erreichte eine traurige Nachricht: Das langjährige MPS-Mitglied Rose Friedman - Ehefrau des grossen Milton Friedman und Mutter von David, verschied am vergangenen Dienstag.

Politics Forum

Eines der besten libertären Foren im Internet dürfte hier den wohl wenigsten bekannt sein, deshalb will ich kurz darauf hinweisen: http://forumserver.twoplustwo.com/41/politics. Es handelt sich um das Politik Unterforum eines grossen Pokerbuchverlages. Nicht alle, aber sehr viele Pokerspieler sind libertär eingestellt (in diesem Forum vor allem  “Anarcho Capitalists”) und sie beantworten die häufig sehr herausfordernden Fragen der übrigen Spieler, was oft zu einer sehr gewinnbringenden Diskussion (inkl. blablaba) führt.

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