Die Macht der Medien?
Angeregt durch ein Seminar der Progress Foundation zu “Populismus, öffentliche Meinung und Demokratie“, beschäftige ich mich weiter mit Fragen der öffentlichen Meinung und der Ir/Rationalität der Wähler.
Hier nun ein wirklich interessanter Artikel zum vielleicht berühmtesten oder zumindest populärsten Fall vermeintlicher Medienwirkungen: Orson Welles’ “Krieg der Welten”. Die Verängstigung und Panik der Zuhörer nach der Ausstrahlung dieses Hörspiels galt lange als Illustration der enormen Macht der Medien über die öffentliche Meinung. Diese Ansicht steht jedoch in einem deutlichen Kontrast zu den späteren Erkenntnissen der Medienwirkungsforschung. Michael Socolow wirft daher einen zweiten Blick auf die Wirkungen des Hörspiels und deren Aufarbeitung.
Es mag frustrierend sein für sendungsbewusste Journalisten wie bspw. Frank A. Meyer (ein Unwort beim erwähnten Seminar), aber ihre Macht über die Wahrnehmungen, geschweige denn Präferenzen des Publikums (und damit der Wähler) bleibt sehr, sehr beschränkt.
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