Warum Schüler ihre Mitschülerinnen vergewaltigen und andere Jugendthemen, die den Politikern egal sind
Der inhärente Widerspruch der Jugendkultur ist offenkundig: . Obwohl immer mehr junge Menschen in Wohlstand leben, fühlen sie sich unglücklich. Wie kann man sich unglücklich fühlen, wenn man alles zum Leben hat? Der Grund liegt darin, dass man sich sein Glück selber erarbeiten muss, um es wirklich geniessen zu können. Geschenkter Wohlstand ist deshalb nie so wertvoll wie selbst erarbeiteter Wohlstand. Das von den Eltern geschenkte Handy besitzt für den Jugendlichen nicht denselben Wert wie für einen Erwachsenen. Das Fehlen von selbst erarbeitetem Besitz, das Fehlen einer sinnvollen Beschäftigung verursacht eine innere Leere, die auch der Konsum von Viva-TV und Streichen mit Handys kaum auffüllen zu vermögen. Auch die Kompensation des fehlenden Wohlstands mit Sozialhilfe und Arbeitslosentaggeld kann die gefühlte Armut der Jugendlichen nicht kompensieren. Junge Schweizer Schüler fühlen sich arm. Viele Jugendliche identifizieren sich deshalb mit Gangsta-Rappern aus der Bronx, die in bitterer Armut aufwachsen - obwohl kein Schweizer Jugendlicher auch nur annähernd so arm ist wie Leute, die tatsächlich in einem Elendsviertel aufwachsen.
Rapper Stress, einer der Hauptdarsteller im Film “Breakout”, analysiert in einem Interview mit der Tageszeitung “heute” die Lage der Jugend treffend. Früher machte man sich Gedanken um eine Lehre als Bäcker. Heute möchten die Jungen Viva-Moderator werden. Früher entdeckten Jugendliche ihre Sexualität mit 17. Heute laden Sie sich mit 12 Pornos auf ihr Handy. Da ist es natürlich nicht mehr weit bis es zu Missbräuchen kommt. Jugendliche fühlen sich aussgestossen, gelangweilt, unnütz. Nicht zuletzt die Massenvergewaltigungen an Schulen in Zürich Seebach und in Steffisburg haben gezeigt, wie real die Veränderung der Lebensumstände für die Jugend von heute ist.
Doch wie löst man das Problem? Mit sozialer Kuschelpädagogik? Mit noch mehr Sozialstaat? Mit Kinderkrippen, Mittagstischen, Wohlfühlgruppen und Therapiegesprächen?
Nein, diese Mittel sind nämlich nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Wenn Kinder immer und immer wieder alles geschenkt kriegen, ohne je etwas dafür leisten zu müssen, dann werden driften sie ab in jene Nullbockmentalität, die solche Untaten wie in Zürich Seebach erst verursacht. Der beste Begriff, den man dafür verwenden kann, ist das Stichwort “Wohlstandsverwahrlosung”. Junge werden heutzutage derart mit Handys, Geschenken und Kitsch überhäuft, dass sie keine Ziele mehr haben in ihrem Leben. Was bleibt ist eine permanente innere Leere, die die Jugendlichen durch Gewalttaten, Hiphopmusik und Drogen aufzufüllen versuchen.
Leider ignoriert die Schweizer Classe Politique das Problem. Wie sollte es auch anders sein? Wer ständig zwischen Opernhaus, Bundeshaus und Golfplatz hin- und herpendelt, wer ständig nur an kuscheligen Konkordanzsitzungen im Parlament teilnimmt und sich anschliessend zum Apéro mit Champagner und Lachsbrötchen nur unter seinesgleichen trifft, hat verständlicherweise keine Augen (und Ohren) für die Probleme des einfachen Bürgers - geschweige denn der heutigen Jugend.
Nun entdecken Protestparteien die Marktlücke, die von rot-grünen Kuschelpädagogen übersehen wird. Unsere Jugend ist verroht. Ihr fehlt es an Zielen und Orientierung - und sie haben keine Werte. Werte, die ihnen die Eltern nicht vermitteln können, weil sie der Karriere frönen. Ein Problem in der Bevölkerung, das die findigen Werbestrategen der SVP gekonnt mit einer Inseratekampagne ausschlachten.
Man mag von der Bauernpartei halten, was man will. Aber die SVP versteht im Gegensatz zu Rot-Grün wenigstens, wo das Problem liegt: moderne Jugendliche wachsen nicht in Woodstock auf. Sie verbringen den ganzen Tag getrennt von ihren Eltern an staatlichen Kinderkrippen. Sie essen an staatlichen Mittagstischen ihr Mittagessen und sie werden letztlich auch an staatliche Schulen geschickt! Nur dort können ihnen brutale Schlägerbanden auflauern. Weder Staat noch Eltern können ihnen davor Schutz gewähren. Auf dem Pausenhof wird gekifft und gedealt - und wer sich nicht wehrt, kommt brutal unter die Räder. Das ist die Schöne Neue Welt, in der Jugendliche aufwachsen. Eine Welt, vor der Politiker (und mittlerweile auch Jungpolitiker…) nur zu gern die Augen verschliessen.
Leider schlachtet die SVP das Thema aus, um wieder mal Stimmung gegen Ausländer zu machen. Dennoch hat die Bauernpartei mehr Ahnung von dem Thema als rot-grün, die immer noch glauben, die Jugendlichen würden in einer netten friedlichen Schule aufwachsen.
So lange die Vogel-Strauss-Politik der Linken, Grünen und Netten anhält, so lange Jugendgewalt und Prävention ein Tabuthema in der Schweiz ist, so lange nicht mal Jungpolitiker - Liberale und Scheinliberale - den Mut aufbringen, dieses Thema ernsthaft zu diskutieren, wird es den Jugendlichen dreckig gehen. Die Proletarisierung breiter Schichten durch staatliche Bildungsstätten, monopolisierte Medien und letztlich auch den Sozialstaat verdirbt unsere Jugend. Die Massenvergewaltigungen sind nur ein kleiner Teil, eines sozialen Missstands, der sich erst in Jahrzehnten noch zeigen wird.
Comments(15)
