Basilia . Israel . Schalom
Als Basler, als Kaufmann, als Liberaler, als reformierter Plebejer verbindet mich etwas, das ich nicht genau zu artikulieren vermag, mit Israel. Summa summarum, denke ich, lässt es sich am Besten mit grenzenloser, totaler, völliger Bewunderung andeuten. Trotz, a priori, schlimmen Ereignissen wie das Sabra and Shatila massacre bin ich unfähig, … zutreffender gesagt nicht willens, in meinem Innersten auch nur einen Gedanken der Kritik an dem heroischen israelischen Volke zuzulassen. Dem Volke nämlich, das – aus der natürlich sehr beschränkten Sicht des Autors – fortgeführt, in Stellvertretung unermesslichstem Leid ausgesetzt wird! Ich weigere mich nicht nur, an der Integrität Israels einen Hauch an Zweifeln aufkommen zu lassen - nein, es ärgert und konsterniert mich, wenn Miteuropäer sich anmassen, dies zu tun. … Bloss: Weshalb tue ich das? Gestützt worauf glaube ich ein Recht zu haben, so zu empfinden? Bin ich eventuell, ganz banal, Opfer eines simplen, paneuropäischen Schuldkomplexes respektive -reflexes? … oder neige ich – ganz im Gegenteil - dazu, stets und exklusive das theoretische Lösungs-Potential als Bemessungs- und Bewertungsgrundlage von initiierten Problemlösungen zuzulassen? … Wenn dem so wäre; müsste ich hinnehmen, gnadenlos als Idealist abgeurteilt zu werden? Ja, ich müsste! Könnte ich mit diesem Verdikt umgehen? Ja, ich könnte und ja, ich wollte!
Fakt: Israel hat 333 Einwohner pro km2, die Schweiz 180. Die Bevölkerung Israels liegt 10% unter der Helvetischen. … Europa, die Schweiz, Basel werden – ist man spontan und unspontan geneigt zu empfinden – geradezu okkupiert von Immigranten aus dem arabischen Raum. Immigranten, die - frei natürlich von subjektiver Schuld - grösstmehrheitlich offenkundig nicht den Hauch des Talentes haben, auch nur ansatzweise zu verstehen, in welcher Geisteskultur wir hier leben! … und doch! Argumentiert man dort - in den arabischen Monarchien diverser Ableitung - nicht und mit Fug und Recht ganz genauso? Wurde damals, anno 1948, nicht auch das - bedingte? - urliberale Recht auf integrale Selbstbestimmung einer anderen Kultur verletzt? Waren nicht wir damals die Aggressoren, die „Terroristen“ (G.W. Bush)? Lange Rede, kurzer Sinn:
Der dauerhaften „nachhaltigen“ Frieden suchende Idealist; der glaubt, Schalom* in der „grössesten menschlichen Freiheit (nicht der grössesten Glückseligkeit) nach Gesetzen, welche machen, dass Jedes Freiheit mit der Andern ihrer zusammen bestehen kann“ (Kant iS Politeia) geortet zu haben … dieser Idealist sieht 698 Monate und 1 Tag nach der - mit Verlaub - Notlösung die einzige realistische Option, Allen ihren nicht illegitimen Grund für den Zorn zu nehmen darin; dass (1) Europa seinen jüdischen Brüdern und Schwestern den vor Jahrhunderten akzeptierten, avalierten, überfälligen Wechsel einlöste und zwar in der Form von European Land for Arabian Shalom … und dass (2) Jerusalem zur Globalen Kapitale von Schalom und folgerichtig neuer UNO-Hauptsitz würde. … und, wäre nicht Basilia prädestinierter Diener dieser noblen Sache?
- Schalom: „der Friede, der allein versöhnt und stärkt, der uns beruhigt und unser Gesichtsbild aufhellt, uns von Unrast und von der Knechtung durch unbefriedigte Gelüste frei macht, uns das Bewusstsein des Erreichten gibt, das Bewusstsein der Dauer, inmitten unserer eigenen Vergänglichkeit und der aller Äußerlichkeiten“. (Claude J. G. Montefiore, 1858 – 1938)
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