Archiv 'Blogosphäre'

Stammtisch Münchner Libertarier

Im Namen eines sehr guten superguten  Freundes, hier der Hinweis auf nächsten Donnerstag:

Unser Hauptanliegen gilt dem Verständnis der rechtsphilosophischen und ökonomischen Grundlagen freiheitlicher Ordnungen zwischen Minimalstaat und Anarchie. Im Mittelpunkt steht die Österreichische Schule der Volkswirtschaft.

Jeder von uns war einmal “links”, “konservativ” oder “liberal”. Wer unsere Ansichten (noch) nicht teilt, aber Neugierde und Interesse mitbringt, ist also jederzeit willkommen.

Nichts verloren haben hier jedoch Verschwörungstheoretiker (”9/11-Truther”) sowie sog. “Antizionisten” oder “Israelkritiker“.

Anmeldung

Und dann noch der Hinweis auf das blog und das nicht zu vergessen: Fuck Che, yeah.

Und weil ich immer von mir erzählen muss. An unseren Maturafeiern schenken wir den abgehenden LernpartnerInnen (wow, superpc) immer etwas. Eine Lernpartnerin bekam ein Che Poster. Und ich bin nicht wie von einer Tarantel gestochen aufgesprungen und hab es entzweit. Next time. And there will be a next time.

Und ich vertsehe nicht ganz, was an Antizionisten so schlecht sein soll. Es gibt eine sehr ehrenwerte jüdische nicht- oder gar antizionistische Tradition, und ich vertsehe nicht, was daran schlimm sein soll. Zähle mich selbst eigentlich auch dazu.

Totengräber

Die Totengräber des Kapitalismus kommen seit Marx in allen Farben und Formen daher - zuletzt als fast unglaublich schlechter Auftritt des Cablecom-CEO Rudolf Fischer. Wer berät diesen Herrn in Sachen Kommunikation? Vermutlich keiner, denn vom Typ her scheint er eher beratungsresistent zu sein. Er verdient jedenfalls einen Orden der Kommunikationsbranche mit dem Motto NEMO INUTILIS (er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen). Wie kann man nur einen TV-Auftritt anfangen mit der Aussage (sinngemäss): Wir sind teuer an eine börsenkotierte Firma verkauft worden, also müssen wir jetzt unsere Kunden schröpfen? Unglaublich.

Das unglaubliche daran ist, dass derartiges Verhalten natürlich einen Steilpass an staatliche Regulierungsvorlagen darstellt (in diesem Fall hier). Von der Tatsache ganz zu schweigen, dass er in der Sache keinerlei gültige Argumente vorzuweisen hatte. Es geht offensichtlich tatsächlich einzig darum, die marginale Zahlungsbereitschaft der Kunden abzuschöpfen, die sich der Alternativen nicht bewusst sind … roofing shingles florida best test

Streitkultur

Zunächst ein Prolegomenon in eigener Sache: Wir haben bis vor kurzem etwas Mühe gehabt mit der Kommentarfunktion und konnten das Problem aufgrund nur sporadischer Server-Verfügbarkeit nur mit Verzögerung lösen. Aber schliesslich hat’s Julika doch geschafft - herzliches Dankeschön an sie, und natürlich Bitte um Entschuldigung an alle!

Nun zur Sache - Streitkultur. Gerade auf freilich ist dieses Thema dank der kontrovers vertretenen Positionen ein Dauerbrenner. Daher haben wir auch den Anspruch - mit dem man immer mal wieder scheitert - eine “gute” Streitkultur zu fördern. Aber was heisst das denn konkret?

Der bekannte Informatiker Paul Graham hat einen hervorragenden kurzen Essay zum Thema How to Disagree geschrieben, dessen Lektüre und Beherzigung ich jedem Autoren und Kommentatoren auf freilich in’s Stammbuch schreiben möchte.

Graham entwickelt eine siebenstufige Widerspruchsskala (Disagreement Hierarchy, DH) DH0 bis DH6, wobei DH0 die geringste und DH6 die höchste Wertigkeit aufweist. Wie wär’s nun, wenn wir versuchen würden, in den Kommentaren möglichst hohe Werte auf der Widerspruchsskala zu erreichen? Vielleicht könnte man ja sogar eine öffentliche Bewertungsfunktionalität einführen (Julika?), mit der die Leserschaft die Wertigkeit jedes Kommentars beurteilen kann? Wie auch immer: DH0 und DH1 sind verpönt, anzustreben sind Positionen >= DH4.

Frohes Fest!

Von mir (”dem Wünschenden”) an Sie (”die Verwunschene”):

bitte akzeptiere Sie - ohne implizite oder explizite Verpflichtung - meine besten Wünsche für eine umweltbewusste, sozial verantwortliche, politisch korrekte, stressarme, nicht süchtig machende und geschlechtsneutrale Feier der Wintersonnenwende, so wie sie in der angenehmsten Tradition der religiösen Überzeugung Ihrer Wahl, bzw. der sekularen Praxis Ihrer Wahl praktiziert wird, selbstverständlich immer mit Respekt für die religiöse oder sekulare Überzeugung und / oder Tradition anderer, oder für ihre Wahl, keine religiösen oder sekularen Traditionen zu praktizieren. Ich wünsche Ihnen eine finanziell erfolgreiche, persönlich erfüllende Kenntnisnahme des Beginns des allgemein akzeptierten Kalenderjahres 2008 ohne medizinische Komplikationen, jedoch mit allem gebührenden Respekt für die jeweiligen Kalender der Wahl anderer Kulturen oder Kirchen, sowie unter Berücksichtigung der Rasse, des Glaubens, der Hautfarbe, des Alters, der physischen Fähigkeiten, des religiösen Bekenntnisses, der Wahl der Computerplattform und der sexuellen Präferenzen der Verwunschenen.

Für die Annahme dieser Wünsche gelten folgende Bedingungen:

  • Diese Wünsche können jederzeit weiter ergänzt oder zurückgezogen werden.
  • Diese Wünsche sind frei übertragbar unter der Voraussetzung, dass keine Änderungen an den Originalwünschen vorgenommen werden, und dass die Eigentumsrechte des Wünschenden gewahrt bleiben.
  • Diese Wünsche beinhalten kein Versprechen des Wünschenden irgendwelcher Art, die Wünsche oder Teile davon tatsächlich umzusetzen.
  • Möglicherweise sind diese Wünsche in einigen Jurisdiktionen nicht vollstreckbar, und / oder die darin enthaltenen Beschränkungen sind für bestimmte Verwunschene in bestimmten Jurisdiktionen nicht bindend. Dies hat zur Folge, dass diese Wünsche in der alleinigen Entscheidungsbefugnis des Wünschenden widerrufbar sind.
  • Das Leistungsverhalten dieser Wünsche ist garantiert im Rahmen der Erwartungen, wie sie nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet sind geformt zu werden, für die Dauer eines Jahres oder bis zur erneuten Ausgabe von Festtagswünschen, wobei das früher eintreffende Ereignis massgeblich ist.
  • Der Wünschende garantiert diese Wünsche nur bis zum beschränkten Ersatz dieser Wünsche oder bis zur Ausgabe neuer Wünsche in der alleinigen Entscheidungsbefugnis des Wünschenden.
  • Wenn im Rahmen dieser Wünsche Bezüge auf “Gott”, “den Weihnachtsmann”, “das Christkind”, “unseren Herrn und Retter” oder “das Spaghettimonster” oder irgendwelche anderen festtagsbezogenen Figuren, ob tatsächlich oder fiktiv, tot oder lebend, vorgenommen werden, so kann dies nicht als implizite Bekräftigung dieser Figuren im Hinblick auf diese Wünsche konstruiert werden. Alle Eigentumsrechte hinsichtlich der Namen und Bilder dieser Drittparteien bleiben gewahrt.
  • Für diese Wünsche ist Schweizer Recht anwendbar. Gerichtsstand ist Appenzell Ausserrhoden.
  • (Von Gary Potter, via Leiter; Übersetzung von mir).

    Blogging gegen Musiksteuern, Teil 2

    Wie erinnerlich haben wir uns hier auch an der Aktion gegen die von der Suisa erhobene Musiksteuer auf digitale Abspielgeräte beteiligt.

    Am 1.11. erreichte uns folgende Email vom SKS:

    Wir haben mehr als 2’000 E-Mails von Personen erhalten, die die Gebühr auf mp3-Playern nicht einfach so hinnehmen wollen. Am 10. September haben wir die Kartons mit den E-Mails den jeweiligen Parteipräsidenten von SVP, FDP, CVP, SP und Grünen übergeben.

    Ende September behandelte der Nationalrat die mp3-Abgabe im Rahmen der Änderung des Urheberrechtsgesetzes. Als Ergebnis unserer E-Mail-Aktion wurde im Rat ein Antrag gestellt, die Abgabe wieder abzuschaffen. Leider wurde er auf massiven Druck hin zurückgezogen. Ein zweiter Antrag, die Abgabe dürfe höchstens drei Prozent des Verkaufspreises betragen, wurde abgelehnt. Begründung: «Jetzt machen wir keinen Schnellschuss.» Dennoch: Mit parlamentarischen Vorstössen wurde die SUISA, welche die Abgaben eintreibt, explizit aufgefordert, für Transparenz zu sorgen.

    Für das kommende Jahr haben wir uns zwei Ziele gesetzt. Wir wollen, dass die Abgabe auf mp3-Playern gesenkt wird, und wir werden uns gegen eine Abgabe auf Handys vehement zur Wehr setzen. Die SKS ist ab Januar 2008 auch Mitglied in der Schiedskommission, welche über die Abgabenhöhe entscheidet. Auch dort werden wir unseren Einfluss geltend machen.

    Auf Nachfrage wurde der SP Nationalrat Peter Vollmer als wankelmütiger Antragsteller identifiziert, der der “Kulturlobby” nicht standgehalten habe. Es war Pierre Triponez’ (FDP) Antrag auf Limitierung, der deutlich abgelehnt wurde.

    Wie schon gesagt, das Engagement des SKS in dieser Sache ist löblich, umso mehr als dass es die “eigenen” Kreise gegen ihn aufbringt. Umso unbefriedigender, dass gleichzeitig Front gegen Cassis-de-Dijon gemacht wird, zumal offenbar die Transparenzleistung der Konsumentenschutz-Kollegen aus der EU nicht gewürdigt wird.

    Morgen früh fliege ich übrigens nach London. Wer ein Suisa-freies Abspielgerät braucht, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen …

    Nächste Seite »